Berge 2 Jahren ago Einfache Bergtouren für Anfänger in der Schweiz by Priscilla Schürch 166 Views Die Schweizer Alpen sind ein Eldorado für Bergfreunde aller Erfahrungsstufen. Auch als Anfänger kannst du die Schönheit der Berge geniessen und erste Gipfelsiege feiern. In diesem Beitrag stellen wir dir einfache und sichere Bergtouren vor, die perfekt für deinen Einstieg in die alpine Welt geeignet sind. Warum Bergsteigen in der Schweiz? Die Schweiz bietet eine einzigartige Kombination aus atemberaubender Natur, gut markierten Wanderwegen und einer ausgezeichneten Infrastruktur. Hier sind einige Gründe, warum du deine ersten Bergtouren gerade hier starten solltest: Empfehlungen zur Ausrüstung findest du direkt auf Amazon. Vielfalt: Von leichten Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Klettertouren findet jeder die passende Herausforderung. Sicherheit: Die Wanderwege sind gut markiert und es gibt zahlreiche Hütten, an denen du dich stärken kannst. Aussichten: Die Panoramen von den Schweizer Gipfeln sind einfach atemberaubend. Infrastruktur: Die Schweiz verfügt über ein dichtes Netz von Bergbahnen, sodass du bequem auf hohe Lagen gelangst. Was einen Anfängerberg wirklich ausmacht Nicht jeder Berg mit Bergbahn ist automatisch anfängertauglich. Der Unterschied liegt oft nicht in der Bahn selbst, sondern in dem, was danach kommt. Auf der Rigi oder dem Pilatus kannst du direkt an der Bergstation aussteigen und musst kaum noch Höhenmeter zurücklegen, wenn du nicht willst. Bei anderen bekannten Aussichtsbergen führt der eigentliche Panoramaweg erst noch ein Stück bergauf oder über ausgesetztes Gelände, was für ungeübte Beine schnell anstrengender wird als gedacht. Wer wirklich einsteigen will, sollte also nicht nur auf den Namen des Berges schauen, sondern auch auf den Weg, der ab der Bergstation folgt. Einfache Bergtouren für Anfänger 1. Rigi Die Rigi, auch die „Königin der Berge“ genannt, ist ein klassischer Einsteigerberg. Von verschiedenen Talstationen aus kannst du bequem mit der Zahnradbahn oder der Seilbahn auf den Gipfel fahren und die atemberaubende Aussicht geniessen. Ein beliebter Einstieg für erste eigene Schritte ist der Weg von Rigi Kaltbad zum Rigi Kulm, der grösstenteils breit und wenig steil verläuft. Wer mag, kann von dort auch in Etappen absteigen und die Bahn nur für den Rückweg nutzen. 2. Pilatus Der Pilatus ist ein weiterer beliebter Aussichtsberg. Die Fahrt mit der steilsten Zahnradbahn der Welt ist ein Erlebnis für sich. Oben angekommen erwartet dich ein fantastischer Blick auf den Vierwaldstättersee. An klaren Tagen ist es hier deutlich voller als an der Rigi, weil viele Tagesausflügler die Kombination aus Zahnradbahn und Luftseilbahn über Fräkmüntegg als Rundtour nutzen. Wer Ruhe sucht, plant den Besuch besser früh am Morgen oder ausserhalb der Hauptsaison. 3. Stanserhorn Das Stanserhorn ist bekannt für seine Cabriobahn, die dir ein unvergessliches Panoramaerlebnis bietet. Oben angekommen kannst du den höchsten Drehrestaurant der Welt besuchen. Rund um die Bergstation gibt es kurze, flache Rundwege mit Blick auf die umliegenden Innerschweizer Gipfel, die sich gut für einen ersten Spaziergang in der Höhe eignen, ohne dass du dich verlaufen kannst. 4. Säntis Der Säntis ist der höchste Berg des Appenzellerlandes und bietet einen fantastischen Rundblick über die Ostschweiz und den Bodensee. Er wird oft unterschätzt, weil die Bahnfahrt so bequem wirkt. Direkt am Gipfelplateau ist es felsig und windig, weshalb festes Schuhwerk auch bei einem reinen Bahnausflug sinnvoll ist. Für Anfänger, die etwas mehr eigene Wanderung wollen, bietet sich der Abstieg Richtung Schwägalp über einen gut ausgebauten Weg an. Weitere einsteigerfreundliche Ziele Neben den vier klassischen Aussichtsbergen lohnt sich ein Blick auf ruhigere Alternativen. Die Schynige Platte oberhalb von Interlaken verbindet eine nostalgische Zahnradbahnfahrt mit einem botanischen Alpengarten und leichten Höhenwegen mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Auch die Region Männlichen oberhalb von Grindelwald oder Wengen eignet sich gut, weil der bekannte Höhenweg Richtung Kleine Scheidegg fast eben verläuft und trotzdem mitten durch die Berglandschaft führt. Solche Wege sind ideal, wenn du zwar in den Bergen unterwegs sein, aber keine echte Bergtour im engeren Sinn machen willst. Anreise und beste Jahreszeit Alle genannten Ziele sind mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar, meist kombiniert aus Bahn und Seil oder Zahnradbahn ab einem Talort wie Vitznau, Kriens, Stans oder Schwägalp. Das hat den Vorteil, dass du nicht auf einen Parkplatz an der Bergstation angewiesen bist, der an schönen Wochenenden oft schon am Vormittag ausgelastet ist. Wer mit dem Auto anreist, sollte an sonnigen Sommertagen früh losfahren oder Alternativrouten einplanen. Die beste Zeit für diese Touren liegt zwischen später Frühlingsphase und früher Herbstphase, wenn die Wege schneefrei und die Hütten geöffnet sind. Im Hochsommer sind die bekannten Ziele an Wochenenden deutlich voller, unter der Woche oder am frühen Morgen ist es ruhiger. Im Frühling und Herbst kann in höheren Lagen noch Restschnee liegen, was gerade für Anfänger unangenehm überraschend sein kann, auch wenn im Tal schon T-Shirt-Wetter herrscht. Typische Anfängerfehler Ein häufiger Fehler ist, die Distanz auf der Wanderkarte mit der tatsächlichen Belastung gleichzusetzen. Wenige Kilometer auf steilem, unebenem Terrain können anstrengender sein als eine viel längere Strecke im Flachland. Ebenso unterschätzt wird die Wetterumkehr in den Bergen: Was im Tal noch sonnig ist, kann auf dem Gipfel neblig, windig und deutlich kälter sein. Viele Einsteiger starten zudem zu spät am Tag los, weil die Bergbahn ja jederzeit fährt, und geraten dann beim Abstieg zu Fuss unnötig in Zeitdruck. Wer diese Punkte im Kopf behält, vermeidet die meisten unangenehmen Überraschungen. Tipps für Anfänger Gute Vorbereitung: Informiere dich über die Route, die Schwierigkeit und die aktuelle Wetterlage. Richtige Ausrüstung: Feste Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung, genügend Proviant und Wasser sind unverzichtbar. In der Gruppe: Gehe am besten nicht alleine los, sondern schliesse dich einer geführten Wanderung an oder gehe mit einem erfahrenen Bergfreund. Höhenkrankheit: Nimm dir Zeit für die Akklimatisation, um der Höhenkrankheit vorzubeugen. Respekt vor der Natur: Hinterlasse keine Spuren und schütze die Natur. Ausrüstung im Detail Für die hier vorgestellten Touren brauchst du keine alpine Vollausrüstung, aber ein paar Grundausstattungen solltest du nicht unterschätzen. Wanderschuhe mit griffiger Sohle und etwas Halt am Knöchel sind wichtiger als jedes andere Ausrüstungsstück, weil viele Wege steinig und uneben sind. Eine dünne, winddichte Jacke gehört auch im Sommer in den Rucksack, da es an Bergstationen oft merklich kühler und windiger ist als im Tal. Sinnvoll sind ausserdem ein kleiner Rucksack mit Regenschutz, ausreichend Wasser, ein einfacher Erste-Hilfe-Set und, falls du dich von den markierten Wegen entfernst, eine aktuelle Wanderkarte der Region. Passende Ausrüstung Wenn dir noch etwas fehlt: Wanderschuhe. Auswahl ansehen Dieser Abschnitt enthält Partnerlinks. Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Alpen Bergsteigen Anfänger Schweiz einfache Bergtouren Pilatus Rigi Säntis Stanserhorn Wandertipps Wanderurlaub Share This Article Priscilla Schürch Priscilla Schürch ist MLaw & Notarin aus Kriens (Kanton Luzern) und Gründerin von Switzerland Scenic. Als Einheimische der Zentralschweiz schreibt sie über Ausflüge, Wanderrouten und Reiseziele in der Schweiz – alle Empfehlungen basieren auf persönlicher Erfahrung. 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